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Geschrieben von ALexikon

Was ist ein Serviceintervall für was ist dieser Notwendig und wer bestimmt diesen Überhaupt?

Die Elektronik gibt das Serviceintervall vor

ServiceinervallModerne Autos sind mit diversen Sensoren ausgestattet. Diese übermitteln unzählige Daten an das Motorsteuergerät. Dadurch werden auch Daten bezüglich der Fahrweise gesammelt. Anhand der gewonnenen Daten ermittelt die Elektronik, wann die nächste Wartung erforderlich ist. Der Fahrer erhält direkt im Cockpit einen Hinweis. Dort leuchtet dann beispielsweise ein Hinweis auf, dass noch 500 Kilometer bis zur nächsten Inspektion gefahren werden können. In welcher Form eine solche Meldung erfolgt, hängt vom jeweiligen Fahrzeugmodell ab.

Es gibt dank dieser ausgeklügelten Technik keine festgesetzten Wartungsintervalle mehr. Je nach Fahrstil sind dadurch Inspektionen nach mehr oder wenigen Kilometern erforderlich. Fährt jemand häufig lange Strecken im mittleren oder niedrigen Drehzahlbereich, kann es sein, dass ihn die Elektronik erst nach 30.000 Kilometern auffordert, eine Wartung durchführen zu lassen. Werden jedoch häufig Kurzstrecken gefahren, bei denen der Motor gar nicht richtig warm wird, entsteht ein etwas höherer Verschleiß. Dann kann es durchaus so sein, dass er mit dem Auto bereits nach 10.000 Kilometern zur Inspektion gebeten wird.

Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass der Fahrer im gewissen Rahmen selbst beeinflussen kann, wann die nächste Inspektion erforderlich wird. Durch eine leichte Veränderung des Fahrstils verlängert sich das Serviceintervall. Ein typisches Beispiel ist, den kalten Motor im hohen Drehzahlbereich zu fahren. Das erhöht den Verschleiß. Gewöhnt sich ein Autofahrer dies ab, braucht er deutlich seltener einen Wartungstermin in der Werkstatt zu vereinbaren.

Die Wartungshinweise der Elektronik sollten unbedingt befolgt werden. Sonst besteht auch die Gefahr, dass der Garantieanspruch erlischt. Ob der Service dann in einer Vertragswerkstatt oder in einer freien Werkstatt durchgeführt wird, spielt für den Garantieanspruch keine Rolle. Wichtig ist nur, dass alle erforderlichen Arbeiten durchgeführt werden. Der Werkstattleiter muss dies mit seiner Unterschrift im Checkheft bestätigen.

Es gibt aber auch Wartungsarbeiten, die unabhängig vom Fahrstil sind. Ein Beispiel dafür ist der Zahnriemenwechsel. Je nach Fahrzeugtyp geben die Hersteller Wechselzyklen zwischen etwa 90.000 und 180.000 Kilometern vor. Als Alternative wird ein Zeitraum von maximal acht Jahren angegeben. Das bedeutet, wer jährlich nur 5.000 Kilometer mit seinem Auto zurücklegt, erreicht innerhalb acht Jahre nur eine Kilometerleistung von 40.000 Kilometern. Trotzdem wäre in dem Fall der Zahnriemenwechsel erforderlich, da das Material des Riemens an Festigkeit verliert. Sollte er reißen, führt dies zu einem schwerwiegenden Motorschaden, bei dem hohe Reparaturkosten anfallen.

Es gibt aber noch zahlreiche weitere Wartungsarbeiten, die unabhängig vom Fahrstil sind. Auch diese sollten je nach Angabe des Herstellers fachgerecht ausgeführt werden. Jeder Fahrzeugbesitzer möchte doch lange Freude an seinem Auto haben. Zudem wird ein Fahrzeug durch eine lange Nutzungsdauer immer wirtschaftlicher.

Foto: FotoliaUrheber: industrieblick

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